Einkommen steigen um 1,9 Prozent

Das durchschnittliche Einkommen Für Tarifbeschäftigte in Deutschland ist um 1,9 Prozent gestiegen.

Das durchschnittliche Einkommen Für Tarifbeschäftigte in Deutschland ist um 1,9 Prozent gestiegen.

Düsseldorf. Die anhaltend niedrige Inflationsrate lässt den Tarifbeschäftigten in Deutschland deutlich mehr Geld im Portemonnaie. Im vergangenen Jahr legten die Tariflöhne und -gehälter preisbereinigt um 1,9 Prozent zu, teilte das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag mit. Den Gewerkschaften sei es gelungen, deutliche Zuwächse durchzusetzen, die oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate lagen, sagte WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck der Mitteilung zufolge. So hätten die Beschäftigten auch am Produktivitätsfortschritt teilgenommen.

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Am besten schnitten nach der Auswertung des Tarifarchivs die Beschäftigten im Bereich Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft ab - hier betrug die Tarifsteigerung nominal 3,5 Prozent. Es folgten der Handel mit 2,9 Prozent sowie das Baugewerbe und die privaten Dienstleistungen mit jeweils 2,7 Prozent. 2016 waren die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent gestiegen, dagegen lagen die tariflichen Einkommenszuwächse bei nominal 2,5 Prozent.

2017 geht es in neue Verhandlungsrunden

Über alle Branchen hinweg schlossen die DGB-Gewerkschaften im vergangenen Lohn- und Gehaltstarife für rund 10,8 Millionen Beschäftigte ab. Dabei liegt die Laufzeit der Verträge bei durchschnittlich 22,8 Monaten. Für weitere 8,4 Millionen Beschäftigte seien 2016 Erhöhungen in Kraft getreten, die bereits ein Jahr zuvor oder früher vereinbart worden waren.

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Eingeläutet ist bereits die Tarifrunde 2017: Verhandelt wird in der westdeutschen Texil- und Bekleidungsindustrie und in Kürze auch im öffentlichen Dienst der Länder. Ende Februar laufen die Verträge in der Eisen- und Stahlindustrie aus, es folgen das Versicherungsgewerbe, der Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel.

Für 2017 rechnet Bispinck mit einer Fortsetzung des moderaten Konjunkturaufschwungs. Eine kräftige Lohnentwicklung sei dabei weiterhin eine Stütze der Binnenkonjunktur. „Das hat positive Effekte für die konjunkturelle Entwicklung nicht nur in Deutschland, sondern über eine verstärkte Importnachfrage auch in den europäischen Nachbarländern.“

Von RND/dpa

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