Erster Deutscher Großkunde verklagt VW

Der Fischverarbeiter Deutsche See hat am Landgericht Braunschweig gegen VW wegen arglistiger Täuschung Klage erhoben.

Der Fischverarbeiter Deutsche See hat am Landgericht Braunschweig gegen VW wegen arglistiger Täuschung Klage erhoben.

Bremerhaven/Wolfsburg. Der Fischverarbeiter Deutsche See hatte den Schritt bereits im Sommer angekündigt. Nun habe das Unternehmen am Landgericht Braunschweig wegen arglistiger Täuschung Klage erhoben, bestätigte der Sprecher. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ über die Klageeinreichung berichtet.

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Deutsche See: „Wir fühlen uns betrogen“

Bei der Deutschen See sind nach Unternehmensangaben etwa 500 Autos von den Abgasmanipulationen betroffen. „Wir sind tief enttäuscht über VW und fühlen uns hingehalten und betrogen“, sagte Deutsche-See-Chef Egbert Miebach. Ein Sprecher des Fischverarbeitungskonzerns ergänzte: „Umweltfreundliche Mobilität war der Grundgedanke der Partnerschaft.“ Das sei auch schriftlich so festgehalten worden.

Ein VW-Sprecher wollte sich zu der Klage zunächst nicht äußern, da sie dem Autobauer noch nicht vorliege. Es wäre die erste Einzelklage eines Großkunden gegen Volkswagen, wie der VW-Sprecher bestätigte. Die Umrüstung aller betroffenen Fahrzeuge sei aber problemlos möglich.

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Kein Erfolg für Kläger in Deutschland wie in den USA

In Deutschland laufen mehrere hundert Verfahren, in denen Fahrer von VW-Dieseln auf Schadenersatz gegen Händler oder den Konzern klagen. In den USA können Fahrer betroffener Autos mehr als 5000 Dollar (4635 Euro) Entschädigung bekommen. Für Kunden in Europa plant VW keine solche Entschädigung.

Von RND/dpa

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