Vodafone geht voran

Mobiles Highspeed-Internet: 5G wird für den Massenmarkt freigeschaltet

Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland können sich schon bald über den schnellen Mobilfunk-Übertragungsstandard 5G freuen.

Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland können sich schon bald über den schnellen Mobilfunk-Übertragungsstandard 5G freuen.

Frankfurt/Main. Erwartet wird der Schritt seit Langem, an diesem Dienstag ist es so weit: Der superschnelle Mobilfunkstandard 5G wird für den Massenmarkt verfügbar. Das Mobilfunkunternehmen Vodafone schaltet die „echte“ Übertragungstechnik der fünften Generation für seine Kunden frei. Zehn Millionen Nutzer sollen Zugang haben. Der Rivale Deutsche Telekom dürfte bald nachziehen.

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Zwar gibt es 5G offiziell bereits seit Längerem, allerdings war der Standard bislang nur an ausgewählten Orten verfügbar. Außerdem gab es lange nur eine überschaubare Zahl von Geräten, die mit der Technik etwas anfangen konnten, etwa von Samsung oder dem chinesischen Hersteller Oppo.

Zuletzt allerdings ist die Zahl der 5G-fähigen Smartphones und Tablets gestiegen. Vodafone führt aktuell 16 Geräte auf. Darunter sind die neueren Modelle der Galaxy-Serie von Samsung. Zwei Geräte von Xaomi kommen hinzu.

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2025 ein flächendeckendes Netz

Techgigant Apple will nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) die 5G-Funktionen bei den iPhones 13 sowie bei den neuesten Varianten des iPad Mini und des iPad Air sehr bald freischalten. Hinzu kommt das neue iPhone SE – ab 18. März im Handel, das von vornherein mit dem echten 5G ausgestattet sein wird. In der Branche hoffen viele Manager, dass gerade die Apple-Geräte wie ein Eisbrecher wirken werden.

„Wir sprechen von Innovationen, die die Welt ein Stück weit verändern werden“, sagte Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter dem RND. Er spricht von „blitzschnellen Reaktionszeiten“. Blitzschnell bedeutet in diesem Fall bei der Datenübertragung eine Verzögerungszeit von zehn Millisekunden – das ist so schnell, wie das menschliche Nervensystem reagieren kann.

Was macht man damit? Zum Beispiel Roboter aus der Ferne steuern. Für den Normalverbraucher dürften Anwendungen wie Augmented Reality oder das Metaverse interessanter sein, so Amtesreiter.

Mithilfe von Augmented Reality kann man beispielsweise die Berliner Mauer am Brandenburger Tor simulieren.

Mithilfe von Augmented Reality kann man beispielsweise die Berliner Mauer am Brandenburger Tor simulieren.

Viele Vorteile für Verbraucher

Gemeint sind die hoch gehandelten virtuellen und teilvirtuellen Welten, an denen alle namhaften Hightechkonzerne derzeit arbeiten. Sie brauchen die extrem kurzen Reaktionszeiten, damit es in einer Welt aus Bits und Bytes nicht ständig ruckelt. Zudem müssen gigantische Datenmengen durch die Netze geschaufelt werden. Übertragungsgeschwindigkeiten von 1000 Megabit pro Sekunde – etwa zehnmal mehr als bislang üblich – sollen möglich werden.

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Ein Zusatznutzen für die Handykunden: Mit 5G+ kann sich die Akkulaufzeit um bis zu 20 Prozent verlängern. Eine schnelle Verbreitung der avancierten Technik erhofft sich Vodafone zudem dadurch, dass Funkspektrum im 700-Megahertz-Bereich genutzt wird. „Mobilfunkstationen, die diese Frequenzen nutzen, sind zwar nicht ganz so schnell, versorgen aber deutlich größere Flächen mit 5G – vor allem auf dem Land“, sagt Ametsreiter.

In den USA bietet der Gigant AT&T bereits 5G+ vor allem dort an, wo viele Nutzer gleichzeitig mit Smartphones oder Tablet an einem Ort hantieren. Das gilt insbesondere für Großveranstaltungen. Das wird auch hierzulande wohl so kommen.

Bereits heute wird die Technik bei der Übertragung von Sport-Events einsetzt. Der Vorteil: Wofür bislang ein großer Übertragungswagen gebraucht wurde, reicht heute eine kabellose Kamera mit 5G-Modul. Marktforscher erwarten, dass sich Live-Fernsehen dadurch grundlegend ändern könnte, weil es erheblich einfacher und billiger wird.

„Ultramobiles Arbeiten“

Mehr noch: Die Technik ermöglicht, was „ultramobiles Arbeiten“ genannt wird. Auch anspruchsvollere Aufgaben, die jetzt am Desktoprechner im Büro gemacht werden müssen, können im Café oder auf der grünen Wiese erledigt werden. Filme, Grafiken und Bilder kann der Nutzer natürlich auch erstellen und verschicken. Ametsreiter: „Sie haben dann mit ihrem Smartphone immer ein vollwertiges Büro mit dabei.“

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Die Telekom war bislang beim Zünden der finalen Stufe von 5G zögerlich, weil es an Geräten mangelte. Aber in mehr als 140 Städten wurden bereits mehr als 3500 Antennen dafür vorbereitet. Auch hier wird wohl demnächst die Mobilfunktechnik in ihrer schnellsten Ausprägung werkeln.

Telefonica/O2 war bislang etwas zurückhaltender bei 5G, hat die Übertragungsgeschwindigkeiten beschränkt, um mehr Nutzern gleichzeitig Zugänge zum Netz zu gewähren. Dafür aber gibt es 5G auch für Prepaidkunden. Derweil ist der Newcomer 1&1 noch dabei, sein eigenes Netz aufzubauen. Bis es so weit ist, werden Kapazitäten von O2 genutzt.

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