Paracelsus-Kliniken stellen Insolvenzantrag

Blick auf eine Zufahrt zu den Paracelsus Kliniken in Osnabrück (Niedersachsen).

Blick auf eine Zufahrt zu den Paracelsus Kliniken in Osnabrück (Niedersachsen).

Henstedt-Ulzburg/Helgoland/Osnabrück. Zu den Paracelsus-Kliniken, die wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt haben, gehören auch zwei Krankenhäuser in Schleswig-Holstein mit fast 500 Beschäftigten. Am Donnerstag sei beim Amtsgericht Osnabrück ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt worden, teilte die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH mit.

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Im Norden sind die Nordseeklinik auf Helgoland - ein Akutkrankenhaus und eine Parkinson-Klinik - sowie die Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) betroffen, die nach eigenen Angaben mit fast 70 Prozent eine der höchsten Facharztdichten in deutschen Krankenhäusern hat. Die Nordseeklinik hat nach Konzernangaben vom Donnerstag 55 Beschäftigte, die Klinik in Henstedt-Ulzburg 441. Insgesamt umfasst der Konzern 40 Einrichtungen an 23 Standorten mit insgesamt 5200 Beschäftigten.

Die beiden Restruktierungs- und Sanierungsexperten Andreas Ziegenhagen und Daniel F. Fritz seien als Generalbevollmächtigte für die Paracelsus-Kliniken bestellt worden und sollen die Geschäftsführung beraten. Zuvor hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ darüber berichtet.

Unternehmen, die gute Aussichten auf eine Fortführung des Geschäftsbetriebs sehen, können bei Gericht ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragen. Das ist eine Variante des Insolvenzrechts, die statt einer Abwicklung auf die Sanierung eines Unternehmens zielt.

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Der Klinikbetrieb laufe zunächst an allen Standorten und in allen Abteilungen unvermindert weiter. Auch die Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld gesichert. Der Klinikkonzern sei in Schieflage geraten, nachdem einzelne Standorte der Gruppe erhebliche Verluste geschrieben haben. Nun solle versucht werden, die defizitären Einrichtungen neu aufzustellen.

Von hRND/dpa

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