Verbraucherschützer alarmiert vor Urteil über Diesel-Fahrverbote

Autos fahren am Neckartor in Stuttgart (Baden-Württemberg) an einer Feinstaub-Messstation der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz vorbei.

Autos fahren am Neckartor in Stuttgart (Baden-Württemberg) an einer Feinstaub-Messstation der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz vorbei.

Berlin. Deutschland oberster Verbraucherschützer, Klaus Müller, warnt vor den Auswirkungen eines möglichen Urteils des Bundesverwaltungsgerichts für Diesel-Fahrverbote. „Es ist ein Musterverfahren mit großer Signalwirkung. Hunderte von Bürgermeistern in Deutschland und Tausende von Autobesitzern warten auf diese Entscheidung“, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Wenn das Gericht tatsächlich zum Ergebnis kommt, dass Fahrverbote unausweichlich sind, wäre das ein harter Schlag für Hunderttausende Pendler, für Familien, Berufstätige und Selbstständige – ein schwerer Eingriff in die Mobilität des Einzelnen.“ Die Verantwortung liege nicht nur bei den Herstellern, die dreckige Autos produziert hätten, sondern auch die Bundesregierung: „Sie muss zur Verringerung der Emissionen schnellstmöglich Hardware-Updates durchsetzen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Müller äußerte sich mit Blick auf das für Februar erwartete Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts, bei dem es konkret um einen Rechtsstreit zwischen der Deutschen Umwelthilfe und dem Land Nordrhein-Westfalen geht. Der vzbv-Chef sagte, für die von Abgasskandal betroffenen Volkswagen-Kunden sei 2017 „kein Jahr der Fortschritte, sondern der Enttäuschung“ gewesen. Sie hätten keinerlei Entschädigung erhalten und fühlen sich weiterhin schlecht informiert. „Die Politik hat mit VW entschieden, dass es Umrüstungen in Form von Software-Updates geben soll“, so Müller weiter. „Die haben inzwischen sehr viele Eigentümer durchführen lassen, damit ihre Fahrzeuge nicht stillgelegt werden.“ VW habe versprochen, dass niemand als Folge der Umrüstung einen Schaden haben solle. Mit der Klage gegen einen VW-Händler, der dies nicht habe garantieren wollen, solle nun geklärt werden, ob eine Nachrüstung zumutbar sei, wenn Händler nicht für mögliche Folgeschäden eintreten wolle.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Mehr aus Wirtschaft

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken