Viele Sportlersalben fallen im „Öko-Test“ durch

Öko-Test hat Schmerzsalben für Sportler untersucht.

Öko-Test hat Schmerzsalben für Sportler untersucht.

Frankfurt/Main. Mit schmerzlindernden Salben lässt sich gut Geld verdienen: 2016 hat die Pharmaindustrie laut der Zeitschrift „Öko-Test“ mit rezeptfreien Muskel- und Gelenkschmerzmitteln mehr als 567 Millionen Euro umgesetzt – 375 Millionen allein mit Salben.

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Grund genug für die Tester, sich die Schmerzsalben für Sportler genauer anzusehen. 19 Arzneien, darunter der "Klassiker" Voltaren Schmerzgel, wurden für die aktuelle Ausgabe getestet – mit bemerkenswerten Ergebnissen: Neun Salben fallen durch, nur zwei Mittel kassierten ein "sehr gut".

Krebsverdächtige Inhaltsstoffe

„Das Testergebnis hat sich gewaschen“, bilanziert Öko-Test. Maßgeblich für die schlechten Bewertungen – fünfmal gab es ein „ungenügend“, dazu vier „mangelhaft“ waren „problematische Inhaltsstoffe“, wie krebsverdächtige Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Dazu äußerten die Tester mitunter erheblichen Zweifel an der Wirksamkeit der Mittel.

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Konkret: Bei den als sanft geltenden Wirkstoffen Campher und Arnika zum Beispiel gebe es keine klaren Belege für eine Schmerzlinderung. Salben mit diesen Wirkstoffen erzielten oft nur einen oberflächlichen Kühlungseffekt. Stattdessen empfehlen die Öko-Tester (Ausgabe 4/2017), bei einer Sportverletzung die betroffene Stelle mit einer Eispackung zu kühlen.

Cayennepfeffer-Salben mit Vor- und Nachteilen

Besser schnitten Schmerzsalben mit den Wirkstoffen Diclofenac oder Cayennepfeffer im Test ab: Diclofenac eigne sich bei Rheuma und Sportverletzungen, Cayennepfeffer steigere die Durchblutung und erwärme das Gewebe. Dass dieser Effekt Rheumatikern hilft, sei belegt – für Sportverletzungen sei es hingegen nicht nachgewiesen. Cayennepfeffer-Salben enthalten „Öko-Test“ zufolge außerdem umweltbelastende Schadstoffe.

Einen guten Effekt erzielten Salben mit schmerzlindernden Wirkstoffen wie Ibuprofen, Piroxicam oder Felbinac, schreiben die Tester. Das Risiko für Nebenwirkungen sei bei den Salben außerdem geringer als bei Tabletten mit den gleichen Wirkstoffen.

Das Fazit der Tester: Verbraucher sollten beim Kauf von Schmerzsalben genau auf die Inhaltsstoffe achten.

Von RND/zys/dpa

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