Import um rund 60 Prozent gewachsen

Vor Kriegsbeginn: Außenhandel mit Russland im Januar gewachsen

Das Luftbild zeigt zahlreiche Container auf dem Gelände eines Containerterminals im Hamburger Hafen.

Das Luftbild zeigt zahlreiche Container auf dem Gelände eines Containerterminals im Hamburger Hafen.

Wiesbaden. Der deutsche Handel mit Russland ist vor Beginn des Krieges in der Ukraine noch einmal gestiegen. Die deutschen Exporte legten im Januar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Importe kletterten um 57,8 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro, angeschoben vor allem von den gestiegenen Rohlöl- und Gaspreise.

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Die westliche Staatengemeinschaft hatte mit Sanktionen auf den Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar reagiert. Dazu zählt auch der Bereich der Luftfahrzeuge, der im vergangenen Jahr mit einem Wert von 895 Millionen Euro 3,4 Prozent der deutschen Exporte nach Russland ausmachte. Es handelte sich dabei vor allem um größere Passagier- und Frachtflugzeuge. Sie waren den Angaben zufolge in russischem Eigentum und wurden in Deutschland sicherheitstechnisch nachgerüstet.

Russland in 2021 noch einer der 15 wichtigsten Handelspartner

Ebenfalls von direkten Sanktionen betroffen sind Güter, die zur Ölraffination verwendet werden können. Ihr Anteil an den deutschen Exporten nach Russland lag mit 672,6 Millionen Euro bei 2,5 Prozent.

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Im vergangenen Jahr zählte Russland zu den 15 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands mit einem Anteil mit 2,3 Prozent am gesamten deutschen Außenhandel. Deutschland lieferte vor allem Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie chemische Erzeugnisse. Aus Russland kamen vor allem Erdöl- und Erdgas, die bislang nicht von EU-Sanktionen betroffen sind. Sie machten 2021 mit einem Wert von 19,4 Milliarden Euro 59 Prozent aller Einfuhren aus dem Land nach Deutschland aus.

RND/dpa

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