Buckelwale entgehen der Ausrottung – Wieder Tausende Wale im Atlantik

Buckelwale standen kurz vor der Ausrottung. Jetzt gibt es im Südatlantik wieder Tausende.

Buckelwale standen kurz vor der Ausrottung. Jetzt gibt es im Südatlantik wieder Tausende.

Sie gehören zu den Giganten der Meere und sind doch ein empfindlicher Teil der Tierwelt. Früher gab es weltweit eine Buckelwalpopulation von 125.000 Tieren. Anfang des 20. Jahrhunderts ist dieser Wert auf wenige Tausend geschrumpft. In einer aktuellen Untersuchung US-amerikanischer und britischer Forscher werden jetzt riesige Erfolge durch die Maßnahmen zum Schutz der Buckelwale vermeldet. Gab es im Jahr 1958 den Tiefststand von lediglich noch 440 Buckelwalen im südlichen Atlantik, stieg die Anzahl durch eine strikte Regulierung des Walfangs inzwischen wieder auf 25.000 Tiere. Die Forscher geben in der Fachzeitschrift “The Royal Society Publishing” an, dass sich die Buckelwalpopulation damit bei rund 93 Prozent des ursprünglichen Levels befinde.

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Sollte die Entwicklung stabil bleiben, werde 2030 die 100 Prozent-Marke erreicht werden. Und das, nachdem es über knapp 40 Jahre lang lediglich einen Bestand von etwa 1000 Tieren gab. Biologin María Vázquez arbeitet selbst täglich mit Buckelwalen und sagt: “Wir sehen es von Jahr zu Jahr, ständig gibt es mehr Tiere, jüngere Tiere und auch mehr Jungtiere.”

Auch wenn die Geschichte der Buckelwale eine Erfolgsstory ist, macht sich Meeresbiologe Alex Zerbini, der an der Studie mitgearbeitet hat, Sorgen. Die Buckelwale würden sich nur erholen, um dann den Bedrohungen des Klimawandels und Meeresverschmutzung gegenüberzustehen: “Der Klimawandel betrifft das gesamte Ökosystem, daher betrifft er auch die Wale.”

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Buckelwalbestand weltweit gestiegen

Durch eine intensive Bejagung ist der Bestand der Buckelwale in der Vergangenheit dramatisch eingebrochen. Da die Tiere küstennahe Gewässer bevorzugen und nicht allzu groß für einen Wal sind, sind sie leichter zu jagen als andere Genossen. Lange waren sie deshalb ein beliebtes Ziel beim Walfang. Seit 1966 stehen Buckelwale weltweit unter Artenschutz. Die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) geht von einem aktuellen Bestand von 60.000 Buckelwalen weltweit aus. Schon 2008 wurde der Buckelwal auf die niedrigste Gefährdungsstufe der “Roten Liste” der gefährdeten Tierarten gesetzt.

Die Erhebung aus dem Südatlantik dürfte einem weltweiten Trend entsprechen. Insgesamt gibt es 14 bekannte Buckelwal-Populationen – sieben auf der südlichen und sieben auf der nördlichen Halbkugel. Bei zehn dieser Gruppen steigt laut Wetter- und Ozeanografie­behörde der Vereinigten Staaten (National Oceanic and Atmospheric Administration) die Zahl der Tiere.

Das sind die am stärksten bedrohten Wal-Arten

In den Ozeanen leben mehr als 80 unterschiedliche Wal-Arten. Auch Delfine gehören zu ihnen. Einige der Arten gelten als besonders gefährdet und stehen auf der “Roten Liste” der gefährdeten Tierarten. Nach Angaben des WWF sind folgende Wal-Arten besonders gefährdet.

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Wal-Art

Population

Hauptbedrohung

Atlantischer Nordkaper

300 bis 350 Tiere im Nordwestatlantik

Schiffskollisionen

Kalifornischer Hafenschweinswal

Wenige hundert Exemplare,
nur im Golf von Kalifornien, Mexiko

Stirbt als Beifang in Fischernetzen

Blauwal

etwa 150 Tiere

Umweltverschmutzung durch die
stark anwachsende Lachsindustrie

Grönlandwal

etwa 100 Tiere (früher 25.000)

k.A.

Westpazifischer Grauwal

etwa 100 Tiere
(davon weniger als 30 fortpflanzungsfähige Weibchen)

k.A.

Maui-Delfin

weniger als 100 Tiere

Stirbt als Beifang in Fischernetzen

Irawadi-Delfin

80 – 100 Tiere (plus einige Kleinstpopulationen)

Beifang in Fischernetzen und Schädigung durch Umweltgifte

Chinesischer/Yangtse Flussdelfin

weniger als 20,
könnte die erste vom Menschen ausgerottete Walart werden

Verbau des Yangtse-Flusses durch Dämme,
Verschmutzung, Fischerei und Schiffsverkehr

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