Bundesweiter Warntag 2022

So schützen Sie Ihre Haustiere vor Sirenenlärm am Warntag

Lärm lässt viele Tiere panisch werden. Mit etwas Vorbereitung können Halter das Sirenengeheul am Donnerstag erträglicher machen.

Lärm lässt viele Tiere panisch werden. Mit etwas Vorbereitung können Halter das Sirenengeheul am Donnerstag erträglicher machen.

Am 8. Dezember werden im gesamten Bundesgebiet rund 15.000 Sirenen getestet. Ab 11 Uhr heulen deutschlandweit die Warnsirenen auf, Rundfunksendungen werden unterbrochen und Hinweise per App und „Cell Broadcast“ verschickt. Auch Lautsprecherdurchsagen sollen zum Einsatz kommen. An dem gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern werden im Testbetrieb zahlreiche Warnmittel erprobt. Als Ziel wolle man Bürger für das Thema “Warnung” sensibilisieren, die Funktion und den Ablauf der Warnung besser verständlich machen und auf die verfügbaren Warnmittel aufmerksam machen, heißt es auf der Webseite des Aktionstags.

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Der Probealarm und der daraus resultierende Lärm kann dabei vor allem für Haustiere und ihre Besitzer zur Belastungsprobe werden. Viele Halter kennen das Problem zum Beispiel aus der lautstarken Silvesternacht. Mehrere Tierschutzvereine warnen deshalb vorab: “Lasst eure Tiere während der Warnsignaltests nicht allein.”

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Bei Haustieren wie Hund und Katze können die schallenden Sirenen Stress auslösen. Das Gehör von Tieren ist sehr viel sensibler als das menschliche, informiert auch die Welttierschutz Gesellschaft e. V.: “Stressreaktionen, die je nach Tier ganz unterschiedlich ausfallen können, sind mögliche Folgen. Nervöses Herumlaufen, starkes Zittern oder sogar der Impuls zur Flucht zählen dazu”, heißt es auf der Webseite des Vereins. Tierhalter sollten sich daher gut auf den Warntag vorbereiten, um ihre Schützlinge bei möglicher Panik zu beruhigen.

Warntag 2022: Tipps für Haustierhalter

Informieren Sie sich zunächst, wo sich die nächste Warnanlage befindet. Bei der örtlichen Stadt- oder Gemeindeverwaltung können Sie erfragen, ob die entsprechende Sirene am Donnerstag zum Einsatz kommt. Sollten Warnsirenen in der direkten Umgebung getestet werden, so sind bei Haltern ängstlicher Tiere besondere Vorkehrungen zu treffen. Wichtig ist es, das Tier während der Zeit des Probealarms zwischen 11 und 11.20 Uhr nicht allein zu lassen und ihm die Möglichkeit zu geben, einen vertrauten Ort aufzusuchen. Leise Hintergrundgeräusche wie Musik oder ein laufender Fernseher können zudem zur Entspannung beitragen.

Für Hundehalter

Die Gassirunde sollte auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden. Über Kauspielzeuge oder andere Kauartikel können Hunde zusätzlichen Stress abbauen. Zudem kann es helfen, einen geschützten Lagerort in einem ruhigen Raum wie etwa im Keller aufzubauen. Worte und die körperliche Nähe des Halters haben zudem eine beruhigende Wirkung auf den Hund.

Für Katzenhalter

Auch Katzen fühlen sich in den vertrauten vier Wänden sicher und sollten für die Dauer des Probealarms besser im Haus bleiben. Ablenkung bietet außerdem der Einsatz von Spielzeug. Streicheleinheiten können ebenfalls beruhigend wirken, viele Katzen bevorzugen es allerdings, in Stresssituationen allein gelassen zu werden. Wichtig ist es, dass die Katze einen geschützten Rückzugsort hat, an dem sie sich wohlfühlt.

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Für Pferdehalter

Für den Zeitraum des Sirenengeheuls sind geräuschempfindliche Tiere besser im Stall aufgehoben als auf der Weide. Es kann zudem helfen, ein Radio oder Musik laufen zu lassen, um die Pferde abzulenken. Auch hilft es, sich in der Nähe des Tieres aufzuhalten und ihm beruhigend zuzusprechen.

Für Kleintier- und Vogelhalter

Auch Vögel und Kleintiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen können mit Stress auf Sirenengeheul reagieren. Ein Tipp der Welttierschutz Gesellschaft e. V.: Den Käfig mit einer Decke oder einem Laken abdecken. Zudem sollte das Gehege möglichst weit weg von einem Fenster platziert werden.

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RND/mkr/pat/mit dpa

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