Hundefutter im Test: Fast ein Drittel der Produkte nur „mangelhaft“

Hundehalter geben für Feuchtfutter mehr Geld aus als für Trockenfutter: 2017 waren es 445 Millionen Euro.

Hundehalter geben für Feuchtfutter mehr Geld aus als für Trockenfutter: 2017 waren es 445 Millionen Euro.

Hannover. Für viele Hundebesitzer ist der Vierbeiner mehr als nur ein Haustier: Er gehört zur Familie. Damit es dem besten Freund des Menschen an nichts fehlt, er sich wohl fühlt und gesund bleibt, ist die richtige Ernährung wichtig. Stiftung Warentest hat in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 6/2019) deshalb 26 klassische Nassfutter und fünf tiefgekühlte „Barf-Menüs“ getestet – neun von ihnen wurden als „mangelhaft“ bewertet.

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Was gehört in ein gutes Hundefutter?

Bei der Auswahl des richtigen Futters sollten Hundebesitzer stets auf die Bedürfnisse ihres Hundes eingehen: Ist es ein Welpe, ein schon ausgewachsener oder ein älterer Hund? Hat er Allergien oder verträgt bestimmte Zutaten nicht? Wie aktiv ist er?

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Grundsätzlich muss ein Alleinfuttermittel so zusammengesetzt sein, dass es den täglichen Nährstoffbedarf an Vitaminen, Amino- und Fettsäuren vollständig abgedeckt wird. Nur so werden Herz, Skelett, Leber, Fell und Muskeln ideal unterstützt.

Falsche Futtermengenangaben

Laut Stiftung Warentest gibt rund die Hälfte der Hersteller für einige Gewichtsklassen falsche Mengenempfehlungen an. Oft wird angenommen, dass der Energiebedarf linear zur Körpermasse ansteigt: Kleine Hunde bekämen dann zu wenig Futter, größere hingegen zu viel.

Grundsätzlich sollten Futtermengenangaben als Empfehlungen und nicht als Richtlinie gesehen werden – denn im Endeffekt kommt es immer noch auf die individuellen Bedürfnisse des Vierbeiners an. Ein sehr aktiver Hund verbraucht beispielsweise wesentlich mehr Energie als ein Senior der selben Größe, der eher träge ist.

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„Barfen“ – ein empfehlenswerter Trend?

„Barf“ ist die Abkürzung für biologisches, artgerechtes Rohfutter. Die meisten Hundehalter stellen es selbst zusammen: Natürlich soll es sein. Insbesondere für diejenigen, deren Vierbeiner viele Allergien haben, können eigene Kreationen eine Lösung sein. Bei den Zutaten orientieren sich Anhänger des Barfens an Beutetieren des Wolfes.

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Sollte die Zeit nicht zu einer eigenen Zusammenstellung reichen, gibt es Tiefkühlmenüs, die versprechen, den täglichen Nährstoffbedarf zu decken: Sie sind im Test allesamt durchgefallen. „Die Fleisch-Gemüse-Mahlzeiten sind unausgewogen. Ihnen fehlen Vitamine und Mineralstoffe“, heißt es in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 6/2019). Dazu zählen zum Beispiel Kalzium, Magnesium oder Vitamin A. In vier der Produkte wiesen die Tester außerdem hohe Keimbelastungen nach, darunter vor allem Enterobakterien, die meist aus dem Darm stammen. Am stärksten waren das „Rind Komplettmenü“ der Marke Procani und das „Barf-Menü vom Pferd mit Heidekartoffeln“ von Tackenberg belastet.

Nassfutter für Hunde: Ab 59 Cent am Tag rundum versorgt

Von 26 getesteten Nassfuttersorten bewerteten die Tester sechs als „sehr gut“. Für kleinere Hunde eignen sich zum Beispiel die „Orlando Schlemmerkern Pastete mit Rind, Kartoffeln und Kräutern“ von Lidl und die „Romeo Select feine Pastete mit Rind und Landgemüse“ von Aldi Süd. Für große Tiere empfiehlt die Stiftung Warentest beispielsweise die großen, günstigen Dosen von Edeka: „Saftige Brocken mit Rind in feiner Sauce“ der Eigenmarke gibt es bereits für 59 Cent pro Tagesration.

Teures Hundefutter im Test durchgefallen

Besonders auffällig: Unter den Verlierern im Test sind auch teure Produkte. Dazu zählt zum Beispiel das Nassfutter „Hirsch mit Quinoa, Kürbis, Birne und Nachtkerzenöl“ von der Marke Herzenshund. Bei einem Preis von 5,71 Euro pro Tagesration bemängeln die Tester unter anderem einen zu hohen Bleigehalt, niedrige Futtermengenangaben und zu wenig Vitamin B1 und E.

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