Nachhaltig, farbenfroh und glamourös: Das sind die Lifestyle-Trends 2022

Schöne Aussichten: Pink dominiert dieses Jahr unter anderem in der Mode, naturbelassene Materialien bestimmen die Inneneinrichtung, und exotisches Gemüse aus regionalem Anbau ist gefragter denn je.

Schöne Aussichten: Pink dominiert dieses Jahr unter anderem in der Mode, naturbelassene Materialien bestimmen die Inneneinrichtung, und exotisches Gemüse aus regionalem Anbau ist gefragter denn je.

Jedes neue Jahr hält auch neue Trends bereits. Ob nun in Sachen Mode, Einrichtung oder Ernährung: Im Jahr 2022 wird lifestyletechnisch einiges ein wenig anders.

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Mode: Lila und Pink sorgen für gute Laune

Die Nullerjahre feiern ein Comeback. Unter anderem. Bei den Fashion Shows in den Modemetropolen New York, London, Mailand und Paris gab es bei den Schauen für Frühling und Sommer 2022 auffallend oft auf den Hüften sitzende Low-Rise-Jeans, Mikrominiröcke, bauchfreie Tops, Bandeau-Oberteile sowie Glitzer- und Strasssteinverzierungen zu sehen. Überhaupt geht es schillernd zu:

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Die Modeunternehmen Fendi und Versace präsentierten in ihrer gemeinsamen Show „Fendace“ Metallic Looks und glänzende Stoffe in Silber und Gold bei eng anliegenden Kleidern und Zweiteilern. Schillernd und körperbetont geht es auch bei Givenchy und Balenciaga mit Korsetts und transparenten Stoffen zu.

Der Cosy Chic der beiden vergangenen Jahre scheint vorbei zu sein. Die engen, glamourösen und oftmals stoffarmen Kreationen in der Damenmode sind ein Gegenpol zu Joggerpants und Co. Immerhin: Chanel setzt auf bequem aussehende Capri-Leggings. Ebenfalls bequemer als die Hüftjeans ist das für 2022 angesagte Ballonmodell unter den Hosen, das sich durch eine schmale Taille, ein weites Bein und einen schmalen Schaft auszeichnet. Auch bei den Jacken dominiert das XXL-Format.

Farblich knallt es: Lila und Pink sind angesagt – selbst für Trenchcoats. Branchenexperten sprechen auch von Dopamin-Dressing, weil farbenfrohe Outfits den Gute-Laune-Pegel heben. Beliebte Details sind neben Glitzerapplikationen auch Fransen an Jacken, Kleidern oder Taschen.

Bei den Accessoires wird es weniger mädchenhaft: Basecaps und Hosenträger sind angekündigt. Beim Schuhwerk kommen Loafer gerade im Frühjahr groß raus – werden aber den nach wie vor dominanten Sneakern kaum den Rang ablaufen.

Interieur: die Küche als Lebensmittelpunkt

Naturbelassene Materialien und nachhaltiges, gern regional gefertigtes Mobiliar bestimmen auch 2022 die Inneneinrichtung. Der Trend geht weiter dahin, in qualitativ hochwertige und langlebige Möbelstücke zu investieren. Naturstein, Holz und Ton dominieren. Gerade im Bereich Dekoration sind aber auch weiche Elemente wie Leinen, gebürstete Florgewebe und Leder, Rattan und Bambus angesagt.

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Die vermehrte Homeofficetätigkeit hat zudem dazu geführt, Unordung einzudämmen: Offene Regale werden vermehrt durch Objekte mit Türen und Schubladen abgelöst. Funktionalität wird außerdem großgeschrieben. Hier ist das Stichwort „modulare Möbel“, die man jederzeit individuell umbauen kann. So lässt sich etwa aus einem Regal eine Minibar oder ein Nachttisch zaubern. Besondere Bedeutung kommt außerdem der Küche als Lebensmittelpunkt zu. Mit Stauraum für Vorräte oder Pflanzenkühlschränken, in denen unabhängig von Balkon oder Terrasse Kräuter und Gemüse gezüchtet werden können, soll dem verstärkten Koch- und Backtrend Rechnung getragen werden.

Und es wird bunter: Dominierte lange zeitloses Grau Wände und Einrichtung, sind jetzt sanfte Grün-, Blau- und Erdtöne im Kommen. Auch Tapeten sind wieder stärker gefragt. Häufig für nur eine Wand, dafür aber umso auffälliger. Auch Stoffe für Kissen, Vorhänge und Polster sind wenig zurückhaltend. Knallige Farben und exotische Muster wirken, gezielt eingesetzt, belebend. Vor allem beliebt sind Motive aus Flora und Fauna. Als Gegenpol zur Farbenpracht wird Schwarz eingesetzt, etwa bei Accessoires oder Kleinmöbeln. Was das Design angeht, sind runde, organische Formen wie schon 2021 in.

Food: gesund und mit gutem Gewissen genießen

Biologisch angebautes Obst, Gemüse oder Salat liegen laut einer Statistik des deutschen Onlineportals für Datenanalyse Statista 2021 auf Platz zwei der meistgekauften Lebensmittel des täglichen Bedarfs in Deutschland. Ein bewusstes Einkaufs- und Essverhalten spielt auch eine zen­tra­le Rolle in der Prognose für 2022 von Food-Trend-Expertin Hanni Rützler. Jährlich schreibt sie den Food-Report für das Zukunftsinstitut. Ein solch bewusstes Verhalten bedeutet jedoch nicht automatisch Einschränkungen. Im Gegenteil: Der von Rützler vorausgesagte Trend Real Omnivore (der Begriff stammt aus der Zoologie und bezeichnet Allesfresser) beinhaltet eine gewissenhafte Esskultur, die vor allem die Beanspruchung des Planeten berücksichtigt. Bewusst zu konsumieren und zu experimentieren funktioniert am besten mit lokalen Produkten. Deren Palette wird jedoch stetig um nicht heimisches Gemüse und Obst erweitert. So wachsen auf deutschen Äckern mittlerweile auch Süßkartoffeln, Quinoa und Ingwer. Die erweiterte Vielfalt regionaler Produkte soll laut Rützler kulinarische Entdeckungen aus der Welt direkt auf den heimischen Tisch bringen. Vielleicht gehört in Zukunft auch die Zitrusfrucht Yuzu mit dazu, denn amerikanischen Trendforschern zufolge soll sie von diesem Jahr an zumindest schon mal in den USA in Lebensmittelgeschäften und Restaurants in Form von Vinaigrettes oder in Getränken oft zu finden sein.

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Auch Zero Waste ist ein großes Thema. Ein sorgfältiger Umgang mit Lebensmitteln sowie Restewertung werden für Verbraucherinnen und Verbraucher immer wichtiger. Vor allem in Großstädten wie Berlin hat die Gastronomie bereits damit begonnen, mit innovativen Konzepten den verschwenderischen Umgang mit Nahrungsmitteln einzudämmen. Restaurants und Cafés setzen beim Einkauf, aber auch beim Lieferservice verstärkt auf umweltfreundliche Verpackungen und kompostieren Küchenabfälle.

Fast Food wird zunehmend von Fast Good abgelöst: Fertiggerichte sollen ökologischer und gesünder werden.

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