Bürgermeister Lutz Koppenhöle ist zurückgetreten
Gelbensande. Lutz Koppenhöle ist nicht mehr Bürgermeister der Gemeinde Gelbensande. Der 75-Jährige ist von seinem Amt zurückgetreten, wie der bisherige stellvertretende Bürgermeister Manfred Labitzke am Donnerstag mitteilte. „Ich bedanke mich bei Herrn Koppenhöle für seine mehr als ein Jahrzehnt dauernde Bürgermeister-Arbeit. Er hat großen Anteil daran, dass die Gemeinde und die kommunalen Gesellschaften finanziell stabil da stehen“, sagte Labitzke. Auch sei unter Koppenhöles Leitung eine zeitgemäße Infrastruktur mit Feuerwehr-Haus und „Heidetreff“ entstanden.
Zuletzt war der Bürgermeister lange krank. Labitzke vertrat ihn in dieser Zeit und übernimmt nun auch sein Amt. „Die Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises prüft, ob es noch Neuwahlen gibt oder ob wir bis zum 26. Mai warten, wenn ohnehin die Kommunalwahlen anstehen“, erläuterte Labitzke den weiteren Fortgang.
Der neue Bürgermeister wolle nun einen kooperativen Arbeitsstil in der Gemeindevertretung fördern und Fronten aufbrechen, wie er es selbst formulierte. Zuletzt hatte es immer wieder Zoff in der Gelbensander Gemeindevertetung gegeben. Hintergrund waren unterschiedliche Auffassungen im Umgang mit der kommunalen Energieversorgungs- (EVG) und der Wohnungsgesellschaft (WGG).
„Wir wollen in den verbleibenden Monaten zeigen, dass wir gemeinsam Dinge angehen können, ohne sich gegenseitig auszubremsen“, sagt Labitzke. So soll zum Beispiel ein Infrastrukturkonzept mit neuen Parkplätzen und Grünflächen rund um den „Heidetreff“ auf den Weg gebracht werden. „Auch die Verkehrsanbindung wollen wir überarbeiten.“ Darüberhinaus soll die Bleiche neu gestaltet werden und eine halbanonyme Urnengrabanlage auf dem Friedhof entstehen.
André Wornowski
OZ