Einigung in Sicht: Ruine des Kleinbahnhofs soll verschwinden
Baabe. Im Streit um den denkmalgeschützten Kleinbahnhof in Baabe will der Kreis offenbar versuchen, sich aus der Affäre zu ziehen. Er hatte gegen den Besitzer, die Rügensche Bäderbahn, vor zwei Jahren einen Baustopp erwirkt. Das Unternehmen soll mehr historische Bausubstanz abgerissen haben als zuvor vereinbart worden war. Bei der Bäderbahn begründet man den Schritt mit einer fehlenden Gründung, Rissen im Mauerwerk und einer damit einhergehenden Einsturzgefahr. Außerdem zweifelte der Bahnbetreiber die Zuständigkeit des Landkreises an, weshalb die Angelegenheit vor Gericht landete.
An der Stelle soll ein Gebäude mit Fahrkartenschalter und öffentlicher Toilette entstehen. Die Kosten schätzt Kay Kreisel, Geschäftsführer des Mutterunternehmens Pressnitztalbahn, auf rund 800000 Euro. Er rechnet fest mit einer Baugenehmigung, wenn das Land die Zuständigkeit übernimmt. Im Herbst würden dann die Arbeiten fortgesetzt.
Ob sich der Kreis die Angelegenheit auf diese Art und Weise vom Hals schaffen kann, ist noch fraglich. Zuvor muss der Kreistag über den entsprechenden Vertrag beraten. Das soll auf der nächsten Sitzung Mitte März geschehen.
OZ
In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.
Zur vollständigen AnsichtOZ