Bezahlbares Wohnen

Drese: Mehr Druck beim Sozialen Wohnungsbau

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD)

Rostock. Bezahlbare Wohnungen sind in den Städten knapp. Die Wohnungsnot erschwert Unternehmen nicht nur die Suche nach Arbeitskräften. Auch die gesunde Durchmischung der Stadtteile ist längst nicht mehr gegeben.

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Beispiel Rostock: In der Hansestadt drohen einige Stadtteile sozial abzurutschen. Hier sieht Landessozialministerin Stefanie Drese (SPD) die kommunalen Wohnungsbauunternehmen wie die Rostocker Wiro in der Pflicht. „Hier muss mehr politischer Druck aufgebaut werden“, sagte Drese am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung der Rostocker Rotary-Clubs. Obwohl das Problem lange bekannt sei, habe sich noch nicht sehr viel getan, kritisierte sie. „Es müssen weniger Luxuswohnungen, dafür mehr Sozialwohnungen gebaut werden“, so Drese. Die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen realisiert derzeit das erste soziale Wohnungsbauprojekt seit mehr als 15 Jahren in Rostock. In Schmarl entstehen zwei Häuser mit 36 Sozialwohnungen. Die Nettokaltmiete ist auf 5,50 Euro pro Quadratmeter begrenzt und darf in den nächsten 20 Jahren maximal auf 6,50 Euro steigen. 4,74 Millionen Euro veranschlagt Schiffahrt-Hafen für den Bau, das Land unterstützt mit 1,6 Millionen Euro.

Drese bewirbt Ehrenamtskarte

Das Fördern des Ehrenamtes in MV sieht Stefanie Drese als weiteren zentralen Punkt. Hier könne die vom Schweriner Landtag beschlossene Ehrenamtskarte helfen. „Das macht nur Sinn, wenn sich viele Einrichtungen mit interessanten Rabatten für Ehrenamtler beteiligen“, sagte die Ministerin.

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Weitergehende Entlastungen für Vereine und Ehrenamtler forderte die Präsidentin des Rotary Clubs Rostock-Horizonte Petra Klopsch. „Die Hürden für Vereine sind zu hoch. Alles ist zu bürokratisch und kompliziert“, berichtete sie. Als Notarin müsse sie oft Vereinen helfen, die in die bürokratischen Mühlen der Gerichte und Verwaltungen geraten seien. Petra Klopsch: „Da brauchen wir uns nicht zu wundern, dass immer weniger Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich zu betätigen.“ Sie schlägt eine Zentrale Beratungsstelle des Landes für Vereine vor. Ministerin Drese sagte zu, den Vorschlag zu prüfen.

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Andreas Ebel

OZ

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