Wahlplakate zerstört? Ermittlungen gegen Grünen-Kandidatin
Rostock. Hat sie nur ein Hindernis aus dem Weg geräumt oder mutwillig Wahlplakate der Konkurrenz beschädigt? Wenige Wochen vor der Landtagswahl ermittelt die Rostocker Polizei gegen die Grünen-Kandidatin Isabelle Pejic.
Die 27-Jährige, die auch in der Initiative „Rostock nazifrei“ aktiv ist, soll in den Nacht vom 12. auf den 13. August gleich mehrere Plakate der CDU an der Parkstraße abgenommen und beschädigt haben. So steht es in der Strafanzeige, die der OSTSEE-ZEITUNG vorliegt. Pejic räumt ein, dass sie ein Plakat tatsächlich abgenommen habe – aber nur, weil es Teile des Radweges blockiert habe. Die Christdemokraten haben dennoch Strafantrag gestellt.
Pejic bestätigte der OZ, dass sie Hand an ein Plakat der CDU angelegt habe. „Ich habe es abgenommen und an den Straßenrand gestellt. Den Vorwurf des Vandalismus weise ich von mir“, sagt die junge Politikerin. Die Aktion sei falsch gewesen, „ich entschuldige mich dafür, das war nicht der richtige Weg“. Sie hätte vielmehr am folgenden Tag den CDU-Kreisverband auf das falsch aufgehängte Schild aufmerksam machen müssen.
Der Rostocker CDU-Kreisvorsitzende Daniel Peters sagte, dass Pejic an dieser Stelle gänzlich versagt habe und legte ihr nahe, ihre Kandidatur umgehend zurückzuziehen. Sie sei ungeeignet, am demokratischen Wettbewerb teilzunehmen. Silkeit zeigte sich befremdet über den Vorgang, da das Entfernen von Wahlplakaten in höchstem Maße intolerant sei.
Der Landesgeschäftsführer der Grünen, Ole Krüger, bestätigte, dass es richtig gewesen wäre, die CDU auf die Behinderung durch die Plakate hinzuweisen. Auch habe sich Pejic mittlerweile mit einer Mail an den Rostocker CDU-Kreisverband gewandt, um sich dafür zu entschuldigen. Er hoffe nun auf ein positives Zeichen der CDU.
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