Bestaunt und beleidigt: die Doku „Schwarze Adler“ über Rassismus im Fußball

Erzählt von seinen bitteren Erlebnissen als Fußballer: Gerald Asamoah.

„Schön und kaffeebraun“, dröhnte Vico Torrianis Stimme aus dem Lautsprecher, als die in Jamaika geborene Beverly Ranger 1976 bei der ARD-„Sportschau“ von einem jovialen Moderator die Auszeichnung für das „Tor des Monats“ erhielt. Steffi Jones, von 2016 bis 2018 Bundestrainerin der Frauennationalmannschaft, erinnert sich, wie sie als Kind versuchte, sich mit Kernseife weiß zu waschen.

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Die ersten schwarzen Nationalspieler Erwin Kostedde und Jimmy Hartwig wurden in den 1970er-Jahren als „Exoten“ bestaunt, aber auch beleidigt – galt Fußball doch als „weißer“ Volkssport mit schwarzem Adler auf dem Nationaltrikot. Bis heute tönen rassistische Gesänge von den Tribünen.

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Der Dokumentarfilm „Schwarze Adler“ erzählt die Geschichten von schwarzen Männern und Frauen in der Fußballnationalmannschaft – von Gerald Asamoah, Cacau oder Patrick Owomoyela, fragt über die Generationen hinweg nach Träumen und Barrieren, die diese Sportler überwinden mussten, nach erlittenen Anfeindungen und schier unaustilgbaren Vorurteilen. Ein entlarvender Blick auf Medien und Zuschauer, spannende Zeitgeschichte.

„Schwarze Adler“, Amazon Prime, Regie: Torsten Körner, 110 Minuten

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