Fast verlassene Stadt

Der schönste Lost Place Italiens war schon Hollywood-Drehort

Craco ist der wahrscheinlich schönste Lost Place in Italien.

Etwas gespenstig sieht es schon aus, wie die verlassenen Häuser einer Stadt auf dem Hügel im Süden von Italien thronen. Dabei handelt es sich um die einstige Altstadt von Craco, die heute ein Lost Place ist.

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Craco liegt zwischen dem Absatz und der Stiefelspitze Italiens und die Einwohnerzahl wird mit 585 angegeben – komisch für einen Lost Place. Kein Wunder, denn als verlassen gilt nur die Altstadt von Craco.

Mehrere Erdrutsche vertrieben die Einheimischen in Craco

Grund dafür sind mehrere Erdrutsche, die sich zwischen 1959 und 1972 ereigneten. Sie zerstörten die Stadt nahezu vollständig und 1963 mussten die Einheimischen in Sicherheit gebracht werden. Wie es zu den Erdrutschen kam, konnte nie abschließend geklärt werden, es wird aber vermutet, dass Arbeiten an der Kanalisation und der Wasserversorgung schuld waren.

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Von der Altstadt Cracos aus sieht man die hügelige Landschaft der ländlich geprägten Region.

Als Ersatz ließ man im Tal eine neue Stadt für die Bewohnerinnen und Bewohner errichten und taufte die Siedlung Craco Peschiera. Ein Erdbeben 1980 sorgte für die endgültige Aufgabe der Stadt.

Fördermittel sorgen für den Erhalt der Geisterstadt Craco

Heute steht Craco auf der Liste der gefährdeten Kulturdenkmäler des World Monument Funds. Seit die Altstadt dadurch überwacht wird, konnte sich die Gemeinde EU-Fördermittel sichern und einen Besichtigungsweg einrichten lassen. Dadurch können Interessierte die Ruinenstadt mittlerweile besichtigen und es finden Erhaltungsprojekte, Restaurierungen und Konzerte, Ausstellungen sowie Filmvorführungen statt.

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Aufgrund ihrer Schönheit ist die Altstadt mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel und sie war sogar schon mehrfach Drehort für Filme, unter anderem drehte Mel Gibson dort „Die Passion Christi“. Die Kulisse wurde für die Szenen des Aufstiegs zum Kalvarienberg in Jerusalem genutzt.

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Imposanter Anblick: Die Geisterstadt Craco thront auf der Spitze eines Felsens und begeistert nicht nur Hollywood.

Lost Place: So kannst du die Geisterstadt Craco besuchen

Die nächstgrößeren Städte im Umkreis sind Pisticci (20 Kilometer) und Matera (60 Kilometer). Der nächste Flughafen ist etwa 120 Kilometer entfernt und liegt in Bari. Am einfachsten erreichst du Craco mit dem Auto. Zwar kannst du mit dem Zug beispielsweise bis nach Pisticci reisen, doch dann gibt es keine Verbindung mehr bis Craco.

Bei Erkundungstouren können sich Interessierte ein eigenes Bild von der Geisterstadt Craco machen.

Zudem werden bei verschiedenen Tourenanbietern Tagesausflüge mit Transfer angeboten, beispielsweise ab Matera. Die sind jedoch sehr teuer und kosten teilweise über 300 Euro. Wenn du selbst anreist, zahlst du für eine Führung vor Ort nur 10 Euro. Als besonderes Wahrzeichen des Lost Place gilt der normannische Turm, außerdem gibt es noch eine besonders schöne Kirche zu sehen, die alte Stadtmauer sowie mehrere Herrschaftshäuser gelten ebenfalls als Highlights.

Was du sonst noch in der Region um Craco entdecken kannst

Craco liegt in der Provinz Matera und damit in der Region Basilikata. Die ist insgesamt recht dünn besiedelt und ländlich geprägt. Die Hauptstadt Matera war 2019 sogar europäische Kulturhauptstadt und ist ein Unesco-Weltkulturerbe. Besonders bekannt sind die sogenannten Sassi, Felsenwohnungen und Felsenkirchen, aus denen die Altstadt Materas hauptsächlich besteht.

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Matera ähnelt der Geisterstadt Craco, ist aber alles andere als verlassen.

Von Matera aus ist es nicht weit bis nach Metapont und damit zum Meer. Der große Sandstrand macht auch Reisende mit dem Wunsch nach ausgiebigen Sonnentagen glücklich. Aliano ist etwas für Abenteuerfans, denn das historische Dorf liegt hoch oben auf einem Bergkamm und ist umringt von Schluchten.

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