Slowakei löst Endrunden-Ticket - Ungarn jubelt dank Last-Minute-Eigentor
Bulgarien - Ungarn 2:2 (1:1)
Ungarn ist bei der EM 2024 in Deutschland dabei. Der Mannschaft von Auswahltrainer Marco Rossi genügte am Donnerstagabend vor leeren Rängen in Sofia gegen Bulgarien ein 2:2 (1:1), um das Ticket für die Endrunde zu lösen. Martin Adam (10.) brachte die Ungarn früh in Führung, auf die Bulgariens Spas Delev (24.) die schnelle Antwort fand. Nach Gelb-Rot gegen Valentin Antov (36.) agierten die Gäste dann sogar in Überzahl. Als Milos Kerkez (57.) ebenfalls mit der Ampelkarte vom Platz gestellt wurde, war die numerische Gleichzahl aber wiederhergestellt. Kiril Despodov (78.) brachte dann Bulgarien in Front und schoss den vermeintlichen Sieg heraus. Ein Eigentor von Alex Petkov (90.+7) machte in der Nachspielzeit aber die Endrunden-Teilnahme der Rossi-Auswahl klar.
Der Punkt reicht Ungarn zwar noch nicht für den Gruppensieg, der Platz in der Endrunde ist ihnen aber nicht mehr zu nehmen. Kurios: Die Partie hatte bis zwei Tage vor dem Anpfiff noch vor der Absage gestanden, weil die Stadt Plowdiw das derzeit noch im Umbau befindliche und zunächst als Austragungsort vorgesehene Stadion nicht für das Spiel freigeben konnte. Der Umzug nach Sofia rettete den Termin.
Slowakei - Island 4:2 (2:1)
Auch die Slowakei ist sicher für die Endrunde im kommenden Sommer qualifiziert. Den letzten nötigen Schritt ging die Mannschaft von Trainer Francesco Calzona mit dem 4:2 (2:1)-Erfolg gegen Island. Zwar gerieten die Hausherren durch ein Tor von Orri Oskarsson (17.) zunächst ins Hintertreffen. Juraj Kucka (30.), Ex-Bundesliga-Profi Ondrej Duda (36./Foulelfmeter) und Lukas Haraslin (47./55.) drehten die Partie aber zugunsten der Slowaken, die hinter Portugal nun als Gruppenzweiter feststehen und für die EM planen können. Island, für das Andri Gudjohnsen noch zum 4:2-Endstand verkürzte (74.), belegt mit zehn Punkten den vierten Rang.
Zypern - Spanien 1:3 (0:3)
Spanien hat den Gruppensieg auf dem Weg zur EM-Endrunde 2024 in Deutschland nahezu sicher. Gegen Zypern gelang der „Furia Roja“ ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter 3:1 (3:0)-Erfolg. Schon vor dem Seitenwechsel sorgten der erst 16 Jahre alte Lamine Yamal (5.) mit seinem zweiten Länderspieltor, Mikel Oyarzabal (22.) und Joselu (28.) für klare Verhältnisse. Auch in Hälfte zwei ließen sich die Spanier, bei denen Leverkusen-Profi Alejandro Grimaldo zu seinem Debüt kam, nicht mehr vom Sieg abbringen - gleichwohl der klare Underdog durch Kostas Pileas (75.) zum umjubelten Ehrentreffer kam. Spanien hat Platz eins durch das zeitgleiche Remis Schottlands gegen Georgien bei zwei Punkten Vorsprung fast sicher. Zypern bleibt punktlos Letzter des Klassements.
Estland - Österreich 0:2 (0:2)
Die österreichische Nationalmannschaft hat ihre Pflichtaufgabe in Estland gelöst und sich vorerst auf Platz eins der Quali-Gruppe F verbessert. Das Team des ehemaligen Bundesliga-Trainers Ralf Rangnick behielt gegen den Tabellenletzten fünf Tage vor dem Testspiel gegen das DFB-Team mit 2:0 (2:0) die Oberhand und konnte auf tatkräftige Unterstützung von Profis aus Deutschlands Eliteliga setzen. Bayerns Konrad Laimer (26.) und Freiburgs Philipp Lienhart (40.) schossen den klaren Favoriten bereits in Durchgang eins komfortabel in Front. An den Kräfteverhältnissen änderte sich nichts mehr. Die bereits für die EM qualifizierte ÖFB-Auswahl hat den Gruppensieg allerdings nicht selbst in der Hand, könnte bei einem Sieg von Belgien am kommenden Mittwoch gegen Aserbaidschan noch vom ersten Platz verdrängt werden.
Die weiteren Ergebnisse der EM-Qualifikation von Donnerstagabend:
Georgien - Schottland 2:2 (1:0)
Aserbaidschan - Schweden 3:0 (2:0)
Montenegro - Litauen 2:0 (1:0)
Luxemburg - Bosnien-Herzegowina 4:1 (2:0)
Liechtenstein - Portugal 0:2 (0:0)