Tauchklub erkundet den Museumshafen
Wolgast. Vier Grad Celsius zeigte das Thermometer, als am Sonntagvormittag kurz nach 11 Uhr mehrere Mitglieder des Tauchclubs Vineta in den Schlossgraben in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sprangen.
Neujahrstauchen in Wolgast
Im Rahmen des traditionellen Neujahrstauchens erkundeten die Wassersportler den Untergrund des Museumshafens, um eine tags zuvor dort deponierte Schatzkiste aufzuspüren. Am Hafen herrschte bereits ab 10 Uhr ein ständiges Kommen und Gehen. Insgesamt etwa 100 Schaulustige verfolgten, eingepackt in dicke Winterkleidung, vom sicheren Ufer aus das Spektakel - viele von ihnen mit einem frisch gezapften Glühwein.
Die Froschmänner bestiegen allesamt in Trockentauchanzügen das Gewässer zwischen Schlossinsel und Festland – außer Eduard „Eddi“ Eisner, der zum Gaudi der Zuschauer in die Rolle des Winterbaders schlüpfte und kaum bekleidet im kalten Wasser seine Bahnen zog. Kälte sei sein Körper gewohnt. „Ich tauche im Großen Pinnower See regelmäßig nach Muscheln, die an die Fischotter in unserem Tierpark verfüttert werden“, erklärte „Eddi“.
Die übrigen Sportler waren bei ihren Tauchgängen zumeist auf ihren Tastsinn abgewiesen. „Die Sichtweite beträgt heute maximal 50 Zentimeter“, unterstrich Reiner Bendrig, Vorstandsvorsitzender des Wolgaster Vereins.
An der Grabensohle seien er und seine Mitstreiter auf etliche Steine und auch etwas Schrott gestoßen – illegal entsorgte Fahrräder tauchten diesmal allerdings nicht auf. „Und sehr viele Fische gibt es da“, berichtete der Wolgaster.
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Zur vollständigen AnsichtTom Schröter
OZ