Keine eigene Entwicklung

Eklat um Roboterhund bei KI-Gipfel in Indien

Menschen besuchen die indische Galgotias University.

Neu Delhi. Ein Skandal um einen vermeintlich in Indien entwickelten Roboterhund hat bei einem hochkarätig besetzten Gipfel zu Künstlicher Intelligenz Wellen geschlagen. An einem Messestand einer indischen Privatuni bei dem Gipfel wurde der Hund als eigene Entwicklung präsentiert, doch rasch flog auf, dass es sich dabei um das Produkt eines chinesischen Herstellers handelt.

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Der Zwischenfall sei äußerst peinlich für den Gastgeber Indien, sagten zwei Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, der Nachrichtenagentur AP. Die Opposition warf der Regierung vor, Indien zum Gespött gemacht zu haben.

Unitree Go2 statt Orion

Die Kommunikationsprofessorin Neha Singh hatte dem Sender DD News gesagt, dass der Roboterhund, den sie Orion nannte, vom Zentrum für Exzellenz der indischen Galgotias University entwickelt worden sei. Internetnutzer fanden aber heraus, dass der Roboter Unitree Go2 heißt und von der chinesischen Firma Unitree Robotics für einen Preis von umgerechnet mindestens 1350 Euro verkauft und sowohl in der Forschung als auch in der Bildung eingesetzt wird.

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Am Mittwoch versuchte die Professorin zurückzurudern und behauptete, sie habe nie explizit gesagt, dass der Hund eine Schöpfung ihrer Uni sei. Die Hochschule wurde aber von der Messe ausgeschlossen, wie die Regierungsvertreter der AP bestätigten.

Macron bei Gipfel zu Gast

In einer Mitteilung auf der Plattform X sprach die Hochschule zunächst von einer „Propagandakampagne“ gegen sie, räumte aber in einer späteren Erklärung ein, dass die Professorin schlecht informiert gewesen sei, und entschuldigte sich.

Indien will sich mit dem Gipfel als Zentrum für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz und der dafür wichtigen Produktionsstätten präsentieren. Das soll auch milliardenschwere Investitionen ins Land spülen. Unter den Gästen sind etwa der französische Präsident Emmanuel Macron und sein brasilianischer Kollege Luiz Inácio Lula da Silva.

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Der indische Premierminister Narendra Modi hält am Donnerstag beim Gipfel eine Rede. Neben Regierungsvertretern sind auch Spitzenmanager von Tech-Unternehmen vor Ort, darunter Google-Chef Sundar Pichai und Sam Altman von OpenAI.

RND/AP

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